Wie Sie Ihr mobiles Gerät schützen – Teil 4

 

Dies ist der letzte von 4 Teilen, der Vorschläge für Maßnahmen zur Absicherung Ihrer Smartphones und Tablets beschreibt.

Datenschutz

Den besten Schutz Ihrer Daten erreichen Sie dadurch, dass Sie diese nicht auf Ihrem Mobilgerät speichern.
Den zweitbesten Schutz erreichen Sie durch Verschlüsselung. Verschlüsselung hilft Ihnen, entweder alle Datendateien im Gerät oder nur spezifische Dateien vor unerlaubtem Lesen zu schützen. Denken Sie auch an Ihre E-Mails. Viele Betriebssysteme haben diese Funktion bereits eingebaut. Abhängig vom Betriebssystem sind unterschiedliche Einstellungen vorzunehmen. Zur selektiven Verschlüsselung von Dateien und E-Mails benötigen Sie meist spezielle Software, die Sie von renommierten App Stores beziehen können.

Ihre Daten, die Ihr Gerät über Netze überträgt, schützen Sie ebenfalls am besten durch Verschlüsselung. Dazu benötigen Sie aber separate Programme, die Sie über Ihren Arbeitgeber erhalten oder von App Stores laden. Weitere Schutzmaßnahmen finden Sie im Kapitel “Vertrauenswürdige Netze”.

Bevor Sie Ihr Mobilgerät zur Reparatur einsenden oder außer Betrieb nehmen und entsorgen, löschen Sie alle Daten und entfernen Sie Ihre SIM- und SD-Karten. Das gleiche gilt auch für den Verkauf oder die Weitergabe an andere Nutzer.

Teilen und Tauschen von Dateien

Nutzen Sie Tauschdienste für Dateien im beschränkten Maße und nur für Ihre privaten Dateien. Speichern Sie keine Firmendaten auf Filesharing-Plattformen (außer auf den von Ihrem Arbeitgeber ausdrücklich erlaubten) und sozialen Netzen. Übertragen Sie dabei Ihre Daten nie über unsichere Netze wie Wireless Local Area Networks (WLAN). Für unternehmenswichtigen Dateiaustausch fragen Sie Ihren IT-Verantwortlichen, welche Plattformen und welche Apps vertrauenswürdig sind und von Ihrem Arbeitgeber ausdrücklich vorgeschrieben wurden.

Datensicherung und -wiederherstellung

Die einfachste Art, Daten (E-Mails, Kontakte, Textdateien, Präsentationen, Fotos, Videos, usw.) Ihres Mobilgerätes zu sichern, ist das Kopieren der Daten auf Ihre SD-Karte im Mobilgerät. Nehmen Sie die Karte heraus und stecken Sie diese in ein anderes Gerät. Dort importieren Sie die Daten der SD-Karte. SIM-Kartenleser erlauben die Sicherung der auf der SIM-Karte gespeicherten Daten.

Vielleicht verwenden Sie Synchronisationsdienste, um Ihre E-Mails, Kalenderdaten oder andere Informationen zu sichern. Überprüfen Sie im Detail, welche Daten tatsächlich gesichert werden und wie lange diese gesicherten Daten in dieser Version für Sie verfügbar sind, bevor Sie auch auf dem Backupmedium gelöscht werden.

Testen Sie gegebenenfalls die Wirksamkeit der Datensicherung!

Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, welche Daten er sichert? Wie geht Ihr Arbeitgeber mit Firmendaten und Ihren privaten Fotos, Videos und anderen privaten Daten auf Ihrem Mobilgerät um?

Eine andere Sicherungsvariante Ihrer mobilen Daten ist die Verbindung Ihres Mobilgerätes mit einem Desktop-Computer oder Notebook über USB-Kabel (das Sie bereits in der Schachtel ihres Mobiltelefons erhalten haben oder das Sie speziell kaufen müssen). Alternativ übertragen Sie Ihre Daten drahtlos über Bluetooth™.

Beziehen Sie Datensicherungssoftware vom Hersteller Ihres Mobilgeräts oder einer anderen (vertrauenswürdigen) Quelle und installieren Sie diese auf Ihrem Computer. Dann transferieren Sie die Dateien direkt von Ihrem Mobilgerät zu Ihrem Desktop-Computer oder laden die gesicherten Daten von dort in Ihr Mobilgerät.

Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er Datensicherungsdienste in seiner zentralen IT-Abteilung anbietet oder einen speziellen Cloud-Dienst empfehlen kann, um Ihre mobilen Firmendaten sicher zu speichern.

Nur zur Sicherung privater Daten sollten Sie öffentliche Cloud-Dienste wie Dropbox, Google Drive, SkyDrive oder andere nutzen. Achten Sie darauf, Ihre Daten vor der Sicherung in der Cloud zu verschlüsseln.

Der Hersteller Ihres Mobilgerätes oder Ihr Mobilfunkanbieter kann ebenfalls Datensicherungsdienste anbieten.

Soziale Netze

Arbeitgeber wollen verhindern, dass Ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit soziale Netze wie Facebook, Google+, Tumblr, Twitter, Xing, LinkedIn, Orkut oder andere für Privatzwecke nutzen.

Wird Ihr Mobilgerät durch eine Mobile Device Management Software Ihres Arbeitgebers verwaltet, wird diese versuchen, Ihren Zugriff auf soziale Netze zu blockieren.

Bitten Sie Ihren Arbeitgeber zusätzlich um Unterstützung und Ausbildung zum Erkennen von Sicherheitsgefahren und –bedenken sowie beim Umgang mit sozialen Netzen. Sie profitieren auch im privaten Umgang mit den sozialen Netzen von Ihrer erworbenen Kompetenz.Sicherheit_Smartphone

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Resourcen

Links zum Thema

Print on Demand-Buch und eBook „Einfache Sicherheit für Smartphones und Tablets
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Über den Autor

Ronald Schlager ist unabhängiger Trainer, Consultant, Buchautor und Blogger mit den Schwerpunkten Kommunikationstechnologien und deren Anwendungen.

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