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Voice over IP - Auswahlkriterien

 

Allgemeine Überlegungen:

  • Wozu benötige ich ein Voice over IP?

  • Welche Ziele verfolge ich mit einer VoIP-Lösung?

  • Welcher Funktions- und Leistungsumfang ist gefordert?

  • Wie viele Anwender sind wo zu erwarten?

  • Welche VoIP-Dienste sind anzubieten?

  • Sind neben Sprache auch Fax und Video zu übertragen?

  • Wind Übergänge zu ISDN oder PSTN erforderlich?

  • Welche Endgeräte sind einzubinden?

  • Welche bestehenden Lösungen (Infrastruktur, Applikationen) sind zu beachten?

  • Welches VoIP-Konzept (z.B. eigener Telefonie-Server, Provider-Lösung, mit oder ohne eigenem/n Gateways, verteilt, zentralisiert,...) ist zu realisieren?

  • Welche Codierungstechniken sind zu unterstützen (z.B. Schmalband-, Breitband-Audiocodierung,... )?

  • Ist Videotelefonie- oder Videokonferenztechnik notwendig?

  • Sind Priorisierungs- (z.B. IEEE 802.1D, DiffServ,...) und/oder Bandbreitenreservierungsverfahren (z.B. RSVP) erforderlich?

  • Welche Qualitätsanforderungen (Tonqualität, Dienstqualität, Verfügbarkeit,...) werden gestellt?

  • Welche Anforderungen werden an die Netzwerkinfrastruktur und Netzwerkdienste (speziell im WAN) gestellt?

  • Welche VoIP-Komponenten (Hardphone, Softphone, Server, Gateways, Konferenzeinrichtung, Managementsysteme, ...) sind erforderlich?

  • Welcher Sicherheitsgrad ist erforderlich und realistisch umsetzbar?

  • Wie soll die VoIP-Lösung verwaltet werden?

  • Welche speziellen Sonderlösungen (Mobilfunk-Gateways, potentialfreie Kontakte, Alarmein- oder -ausgänge, Modem-Adapter, Türklingeln, Personensuchanlagen,...) sind zu integrieren?

  • Wie soll das Adress-, Rufnummern-, Routing-, Verwaltungs-, Ausfalls-, Notfalls-, Notruf-, ....-konzept gestaltet werden?

  • Welche Risiken (z.B. Projektrisiko, Sicherheitsrisiko) habe ich zu beachten?

  • Welche Schulungsmaßnahmen sind für wen erforderlich?

  • Welche Kosten fallen an, welche fallen weg?

  • Welche Einnahmen sind zu lukrieren?

 

Bausteine einer VoIP-Lösung:

  • Endgeräte (z.B. Softphones, Webphones, PDAs, Mobiltelefone, IP-Telefone, Systemtelefone, Chef-/Sek.-Lösungen, Faxgeräte, USB-/Ethernet-/Analog-Adapter,...),  WLAN-Komponenten, Switches, Router, ISDN-/Mobilfunk-Gateways, Server, Security-Systeme, Managementsysteme, Kabel,...

 

Beispiele für Anforderungen an IP-Telefone (Hardphones):

  • Ausführung (Hardphone oder Softphone)

  • Unterstützte Telefonie-Leistungsmerkmale

  • Drahtgebunden oder drahtlos (z.B. WLAN, DECT, GSM, UMTS,...)

  • Als eigenständiges Gerät oder nur in herstellerspezifischer Umgebung lauffähig?

  • Unterstützung von Standards (ITU-T H.323, SIPv1 oder SIPv2,...)

  • Codierungs- und Kompressionstechnik

  • Statische oder dynamische Adresszuordnung

  • Ist die Bandbreite für Sprachübertragungen einstellbar?

  • Wie groß ist der Apparat? ist genügend Platz zur Aufstellung vorhanden?

  • Wie ist das Display (falls notwendig) gestaltet (z.B. schwenkbar, Farbdarstellung, Text- oder Graphikdisplay,...)

  • Sind Funktionstasten frei belegbar?

  • Anzahl und Art der Schnittstellen (z.B. (Gigabit) Ethernet, WLAN, Bluetooth, USB, Adapter für analoge Geräte, Kontakte, Kopfhörer,...)

  • Mikrofon, Lautsprecher

  • Stromversorgung lokal oder über PoE

 

Beispiele für Anforderungen an Softphones:

  • Ist Kommunikations-Software auf einem PDA, PC, Apple Workstation oder anderen für unterschiedliche Betriebssysteme und Multimedia-Ausstattung

  • Speziell zu installieren oder als z.B. Java-Applet über Webseite zu laden

  • Notwendige Geräteausstattung: Audioschnittstelle für Lautsprecher und Mikrofon oder externes Headset (über Bluetooth, WLAN oder USB)

  • Zusätzliche Videokomponenten für Videokonferenzen

 

Beispiele für Anforderungen an Multimedia-Gateways:

  • Implementiert in z.B. Router, Telefonanlagen, Servern mit Gateway-Software (und ISDN-, FXS- oder FXO-Schnittstelle), mit speziellem Gehäuse,  in Sicherheitssystem (z.B. VPN-Gateway, Firewall)

  • Unterstützung unterschiedlicher Endgeräte (z.B. VoIP-Clients, POTS oder ISDN Telefone, Videokonferenzeinrichtungen,...)
  • LAN-Schnittstellen oder analoge / digitale Schnittstellen zur direkten Anschaltung von Telefonapparaten oder -anlagen
  • Welche Signalisierungsprotokolle sind erforderlich (wichtig für Anlagenvernetzung)
  • Beispiele (meist) notwendiger Telefonie-Leistungsmerkmale:
    • Direct dial in (DDI)
    • Rückruf,...
    • Erkennung von DTMF-Tönen
    • Faxmodem-Unterstützung
    • Identifikation unterstützter Dienste (z.B. Sprache, Fax, Daten, Video,...)
    • Verschiedene ISDN-Leistungsmerkmale
    • Transcodierung (z.B. G.711 auf G.729)
    • Vergebührungsfunktionen
    • Verwaltungsfunktionen (z.B. SNMP, Webzugriff für Admins,...)

 

Sie wollen mehr wissen? Wir beraten Sie gerne. Kontaktieren Sie uns bitte unverbindlich per E-Mail, rufen Sie uns unter +43 27 42 / 319 15 0 an oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.

 

Letzte Änderungen: August 2010

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